Genau drei Regionen, die nur 0,1 % der Erde ausmachen können unseren Planeten regenerieren – und sie haben es in der Vergangenheit bereits zwölfmal getan.

Extreme Phasen wie Eiszeiten trafen die Natur weltweit immer wieder hart. Zu den wenigen Regionen, die standhielten, gehören die Tropischen Anden, Borneo–Sumatra und die Daintree Wet Tropics – Rückzugsorte, von denen aus Leben immer wieder neu aufblühen konnte.

Die Lungen der Erde

Tropische Anden

Vor 55 Millionen Jahren erhoben sich die Anden und es entstand ein tropisches Mikroklima. Es brachte eine enorme Artenvielfalt hervor.

Die Insel-Dschungel

Borneo & Sumatra

140 Millionen Jahre alt – eines der ältesten Ökosysteme der Erde. Die Inseldschungel liegen nahe am Äquator. Ihr besonderes Gelände schuf in Eiszeiten stabile Rückzugsorte.

Der älteste Wald

Daintree Wet Tropics

Der Daintree existiert seit 150 Millionen Jahren. Die Great Dividing Range hält Feuchtigkeit im Wald. So überstand er Eiszeiten – als Rückzugsort für uralte Lebenslinien.

Ohne Hilfe halten sie keine 10 Jahre durch

Sie überstanden jedes natürliche Extrem. Doch menschengemachte Abholzung hat bereits 75% dieser Wälder zerstört. Jetzt droht ein unumkehrbarer Kollaps. Aber es ist noch nicht zu spät: Gemeinsam können wir sie retten!

FAQs

Rettet es wirklich alles, wenn wir 0,1% der Erde schützen?

Ja – in einem entscheidenden Sinn: Diese Gebiete enthalten nicht nur rund 18% der Arten – sie sind Hotspots, in denen Vielfalt entsteht. Ihr stabiles Klima, Höhenunterschiede und abgeschirmte Nischen schaffen Räume, in denen sich Arten immer wieder neu entwickeln können. Noch wichtiger: Sie bewahren genetische Vielfalt. Verschwinden diese Rückzugsräume, verlieren wir heutige Arten – und die Basis für künftige.

Schützt Fund The Planet die gesamten 0,1%?

Das ist unser Ziel. Aktuell konzentrieren wir uns auf den Ucayali-Regenwald in Peru, im Gebiet der Tropischen Anden. Er ist ein entscheidendes Puzzleteil. Wir starten dort, weil er besonders bedroht und artenreich ist.

Wenn sie früher überlebt haben: Warum brauchen sie heute Schutz?

Weil die Bedrohung heute anders ist – und viel schneller. Klimaschwankungen liefen früher über Jahrtausende. Arten konnten wandern, sich anpassen und in Rückzugsräumen ausharren. Motorsägen wirken in Stunden. Über 55 Millionen Jahre hatten diese Ökosysteme Zeit, sich zwischen Krisen zu erholen. Heute wird schneller gerodet, als sich der Wald erneuern kann. Zum ersten Mal droht ein echter, dauerhafter Kollaps.

Warum diese drei Orte – statt Wälder überall zu schützen?

Weil nicht jeder Wald gleich ist. Viele Wälder sind jung: Sie entstanden nach der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren und könnten bei der nächsten großen Klimaveränderung wieder verschwinden.

Diese drei Regionen haben dagegen Klimaextreme über zig Millionen Jahre überstanden. Das macht sie einzigartig widerstandsfähig. Wenn wir sie schützen, nutzen wir den größten Hebel für langfristige Stabilität der Natur.